Wie stark beeinflussen unsere Gene die Lebensdauer?

Genetische Faktoren spielen eine Rolle bei der Lebensspanne eines Menschen. Mehrere Studien haben gezeigt, dass die Gene etwa 20 bis 30 % der individuellen Lebenserwartung bestimmen. Es gibt sogar Wissenschaftler, die nur von 10% sprechen. Besonders bei Menschen, die über 100 Jahre, sind genetische Schutzmechanismen gegen altersbedingte Krankheiten häufiger vorhanden. Einige relevante Gene sind:

  • FOXO3-Gen: Dieses Gen ist bei vielen Hundertjährigen aktiv und schützt vor Zellschäden.
  • APOE-Gen: Bestimmte Varianten dieses Gens beeinflussen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Alzheimer.
  • SIRTUINE (SIRT1–SIRT7): Diese Gene sind an der Zellreparatur und am Alterungsprozess beteiligt.

Trotz dieser genetischen Einflüsse zeigen Studien, dass die wichtigeren Faktoren für ein langes Leben im Lebensstil liegen. In den sogenannten Blue Zones (Regionen mit besonders vielen Hundertjährigen) spielt ein gesunder Lebensstil eine weitaus größere Rolle als genetische Faktoren. Das bedeutet, dass jeder aktiv zur eigenen Langlebigkeit beitragen kann.